Nachdem Temperaturen über 30 Grad angekündigt waren, wurde der Beginn der Veranstaltung kurzfristig eine Stunde vorverlegt, gut wenn man auch noch kurz vorher in seinem Spam Ordner nachgeschaut hat, sonst wäre man glatt zu spät erschienen ….Dann mal mitten in der Nacht mit viel zu wenig schlaf los: auf nach Heijningen zur SJP des “Stichting Jachthonden Brabant West” auf Fort Sabina. Nach 2 Std. entspannter Fahrt über niederländische Autobahnen waren wir auch schon müde aber gut gelaunt angekommen.

Sehr schön, es waren fast alle Jagdhunderassen vertreten und Lago war der einzige Chessie am Start! Nachdem die erste SJP wegen einer Null nicht bestanden wurde, war hier das Ziel, “wenigstens” das B-Diplom zu erreichen, bevor man sich an die 2 zusätzlichen A Aufgaben traut, also wurde sich „nur“ für die B Klasse eingeschrieben.
Auf ging es zunächst mit den C Aufgaben: hier hat Lago ein wenig geschluddert und wichtige Punkte verloren (machbar für erfahrene Hunde sollten 10/10 sein). Die Richter waren schon insgesamt sehr streng aber trotzdem auch sehr fair. So wurde beim apport die leicht vom Körper abstehende Hand als (unnötiges zusätzliches) Kommando gewertet und mit Punktabzug bestraft.
Die ersten Aufgaben hat Lago eher unter seinem Leistungsniveau absolviert, schade. Vermutlich hat es wieder an seinem Sexualtrieb gelegen. Zum Glück haben es die Richter nicht so wahrgenommen wie der Hundeführer selbst. Glück muss man auch mal haben. 🙂 So war sein Wasserapport echt “interessant”! Als er aus dem Wasser kam (in einer Geschwindigkeit nahe einer Zeitlupenaufnahme) wankte er hin und her, als wenn er mit dem Apportel eine kleine Erkundungstour starten wollte! Da rutscht einem schon das Herz in die Hose.

Angstgegner vermutlich aller Teilnehmer: Apport einer Markierung auf freiem Feld mit einer Krähe. Hier ist Lago bei der letzten SJP gescheitert. Bei einer Markierung sind die Richter besonders streng: hat der Hund nicht gut genug markiert und sucht ein wenig, war es das schon. Mit mächtig “muffensausen” Lago nach der Freigabe ins “apport” geschickt, findet er sehr schnell die Fallstelle, bleibt stehen und schaut sich gefühlt eine Ewigkeit die Krähe an! Nicht schon wieder! Bitte nicht. Weitere Kommandos sind übrigens nicht erlaubt und hätten die Null bedeutet. Er schaut sich also die Krähe an und blickt kurz hoch! Noch eine Schrecksekunde …. und dann nimmt er die Krähe endlich auf und bringt sie sauber und ordentlich wieder rein!
Jetzt nur noch eine Aufgabe, die Verlorensuche: nachdem man in der Wartezone einen Hund nach dem anderen hat scheitern sehen, wird man schnell unsicher! Nicht die letzte Aufgabe verkacken lieber Lago, bitte nicht! Als ich ihn in die Suche schickte, sah ich ihn immer wieder mal “hier und da” und es verging eine gefühlte Ewigkeit, bis er endlich erfolgreich zurück kam! Und dann das Kannine nicht so recht abgeben wollte. Noch eine Schrecksekunde und wieder unnötig Punkte verloren! Das hätte auch eine 10 sein können. Ja so sind sie die Chessies! Immer gut für eine Überraschung.
Lago erreichte in den Teilaufgaben A/B/C/D/E/F/G/H jeweils: 10/ 9/9/9/10/8/8/8 Punkte, somit insgesamt 71 Punkte und erzielte so den 4. Platz.

Vielen Dank an die Organisatoren, den Helfern, den Richtern und den netten und fairen Mitteilnehmern für diesen gelungenen Tag.
