Teilnahme am Chessendag 2026

Am 18. und 19. April 2026 fand der Chessendag 2026 und der Clubdiplomadag “op de Waltakke te Lochem” des Chesapeake Bay Retriever Club Niederlande statt. 

Chessendag 2026
Chessendag 2026

Einmal im Jahr veranstaltet der Chesapeake Bay Retriever Club Niederlande ein Chessie Treffen in den Niederlanden, der “Chessendag”, welcher eine Institution in der Chessie Welt ist und über die Grenzen der Niederlande hinaus bekannt ist. Von überall kommen daher CBR Besitzer zu einem freundschaftlichen Zusammentreffen unter Gleichgesinnten. Bereits bei der Anmeldung gab es ein kleines Geschenk, da der Club sein 55jähriges Bestehen feierte:

Geschenk
Geschenk

Am Chessendag sind, wie der Name schon sagt, nur Chesapeake Bay Retriever anwesend, um an einer Prüfung der Leistung ihrer Jagdhunde teilzunehmen.  Die Prüfungsaufgaben werden wie bei einem MAP (“Multiple Apporeter Trial”) gestellt. 

Das war der (für mich erste) Chessendag 2026! Und was für einer! Es war einfach toll und hat einen riesen Spaß gemacht. Soviele Chessies an einem Ort. Eine Freude all die ganzen Chessie zu beobachten. Was für tolle Hunde haben wir! Und was für einen tollen Chessie habe ich! 😊In den 4 anspruchsvollen Aufgaben bei denen jeweils 3 Apporte gefordert waren (u.a. auch eine Schleppe) zeigte Lago, was er kann, alle Dummies drin und das in der “Gevorderden”-Klasse!

Besonders stolz hat mich die Arbeit an der Wildschleppe gemacht: zunächst musste in dieser Audgabe eine Markierung in ca 100-120 m gearbeitet werden, danach im engen Winkel ein Blind in vielleicht 80 m und danach sollte die Wildschleppe abgearbeitet werden. In ca. 30 m Entfernung wurde ein Dummy durch einen Helfer sichtbar für den Hund in die Luft geworfen, dann jedoch beim Auftreffen auf dem Boden nicht sichtbar für den Hund wieder weggezogen. Dies sollte den Anschuss und den Beginn der Schleppe darstellen. Skeptisch, ob Lago jetzt nicht unermüdlich den Dummy sucht, schickte ich ihn mit “Schleppe voran” los. Und in der Tat, wie zu erwarten zeigte er sich verwundert, keinen Dummy zu sehen/finden. Aber dann als wenn er es schon hunderte Male gemacht hätte, hat er die Schleppe angenommen und ist zielgenau und schnell die Schleppe gelaufen und kam dann glücklich mit der Gans zurück! Eine perfekte Leistung! 98/100 Punkten! Na also! Es war wirklich eine Freude, ihn dabei zuzusehen, die Eigenständigkeit wie man es von Chessies erwartet, die Triebigkeit das Wild zu finden, die gute Nase und wie gut Lago diese eingesetzt hat, Perfekt.

Und am Ende wurde Lago für seine toll abgelieferte Arbeit auch belohnt: Lago belegte den 2. Platz mit nur 7 (von 400) Punkten Abstand zum Erstplatzierten. Toll! Wenn es läuft, dann läuft es. 😀

Siegerehrung
Siegerehrung

Herzlichen Dank an die Organisatoren, Richter, Helfern, herzlichen Glückwunsch an die Platzierten und den Mitteilnehmern für diese gelungenen 2 Tage!

Trophäe mit Punkten
Trophäe mit Punkten

Externe Fotos vom Chessendag 2026

Kleiner Zaun
Kleiner Zaun

Kleiner Zaun, große Wirkung: der Zaun hatte es in sich! In ca. 50 m Entfernung umschloss der Zaun einen Dummy, den der Hund natürlich finden sollte. Alle Hunde im Feld hatten zunächst Probleme, da sie um den Zaun herum in die Suche gingen und stellenweise dann auch keinen Wind vom Dummy bekommen hatten (so auch Lago). Erst als sie nah am Zaun waren, man konnte es richtig gut sehen, wie die Nase “klick” gemacht hat, hatten sie den Dummy gefunden, dann jedoch Probleme mit dem Sprung über den (kleinen) Zaun (da sie zu nah dran waren für einen dynamischen Sprung).

Bei einer anderen Aufgabe konnten die Hunde den Dummy hinter einem höheren Zaun nur erreichen, wenn sie sich eine Lücke gesucht haben, um dann wieder zurück zu dem Dummy zu kommen. Was den Arbeitswillen und die Problemlösungsfähigkeit der Hunde fordete. Die Aufgaben waren wirklich knackig und haben einen riesen Spaß gemacht. Auf jeden Fall sehr jagdnah!

Lago the Winner
Lago the (2.) Winner

Und gegen Nachmittag gab es dann ein wirklich leckeres Buffet! Gut, dass man das mitgebucht hatte. 🙂

Eigentlich hätte der Chessendag ja gereicht, aber am nächsten Tag fand noch zusätzlich der Clubdiplomdag statt und das wollte Lago dann auch mal mitmachen.

Das besondere an einem CDD ist es, dass man egal in welcher Klasse man startet, erst die vorherigen Klassen bestehen muss, damit ein Diplom erlangt wird. Die letzte Stufe ist das “A”-Diplom, welches aus 2 richtig knackigen Aufgaben besteht. 

Hier findest Du, wie ein CDD abläuft! 

Unvorbereitet sind wir dann in die Prüfungen gegangen! Und auch wenn der “C” zunächst einfach anmutet, liegt die Tücke im Detail. Z.B. wenn die Ablage in letzter Zeit nicht mehr so gut geklappt hat und er mir auf halbem Weg gerne mal entgegen gekommen ist. Aber letztendlich hat auch Lago hier toll abgeliefert und so hat er 2 x 7 Punkte und den Rest volle 10 Punkte bekommen. Wir hatten uns also für die letzten 2 A-Diplom Aufgaben qualifiziert. Bei wirklich sehr starkem Gegenwind sollte der Hund 100 m “voran” geschickt und auf einer Stelle positioniert werden, die die Richter zuvor festgelegt hatten. Lago hat mich hier mal richtig überrascht, als wenn er die Erklärung der Richter selbst verstanden hat. Er ist wirklich eine perfekte Linie gelaufen und am Ende der Strecke musste ich ihn lediglich auf ca. 5 m korrigieren, was er auch hervorragend angenommen hat. Nach der Freigabe durch die Richter sollte er 50 m nach rechts zur Taube geschickt werden. Und hier passierte es dann: Lago zog mehr und mehr nach hinten in den Wind hinein, so dass er keine Chance hatte, die Taube in die Nase zu bekommen. Und irgendwann war dann die Verbindung abgebrochen und er hat sein “Ding” Chessie like gemacht und nicht mehr vernünftig auf das Einweisen reagiert bzw. gar nicht mehr (zudem waren rechts von der Taube alte Fallstellen von den Prüfungen zuvor). Schade! Das hätte klappen können, aber jetzt war es damit vorbei. Lediglich ein Starter schaffte es, die Taube zu holen, für ihn ging es dann ans Wasser für die Schleppe. Leider schaffte es der Labi nicht, die Schleppe aufzunehmen, so wurde an diesem Tag kein A-Diplom vergeben. 

Spannend war es trotzdem (und sehr lehrreich), die anderen Hunde bei der Lösung der Aufgabe zu beobachten. Interessant, dass wirklich alle Chessies am Start fast gleich gearbeitet (und leider auch “versagt”) haben: alle haben sich deutlich in den Wind gezogen (statt auf den Hundeführer zu hören und gerade nach rechts zu laufen), sind also mehr nach hinten als nach rechts gelaufen, so dass alle die Taube schlicht überlaufen haben, um dann zu weit rechts zu suchen. Ebenfalls alle hatten ab einer gewissen Entfernung die Verbindung zum Führer gekappt und auf Eigenlösung umgestellt (das ist ja das, was die Chessies eigentlich ausmacht, die Selbständigkeit). Und alle Chessies (und auch Lago *g*) hatten nachdem die Richter abgebrochen hatten, extrem Probleme auf den Rückpfiff zu hören, frei nach dem Motto “ich komm erst zurück, wenn ich was gefunden habe”. Schade, wirklich schade! Die Schleppe über Wasser hätten die Chessies bestimmt alle gut gearbeitet. 

Und wenn man in der späteren Analyse (nur aus Fehlern lernt man!) feststellen muss, dass man es selbst vergeigt hat: der Chessie ist ein excellenter Jäger. Klar, dass er versucht, sich über den Wind reinzuziehen und mehr nach hinten, als nach rechts läuft. Ich habe hier Lago viel zu weit nach hinten laufen lassen, in der Überzeugung, das er das Einweisen dann gut annimmt (leider nein). Hätte man nach der Freigabe den Hund einfach 10 m zurückgepfiffen, gestoppt und dann erst nach rechts geschickt, er wäre nach kurzem Lauf (bei dem starken Wind) voll in die Witterung der Taube gekommen, dann wäre die Aufgabe durch gewesen. 

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