Clubdiplomadag (CDD)

Clubdiplomadag (CDD):

Der Clubdiplomtag ist vergleichbar mit den APD/R hierzulande. Grundlage sind die JPC Reglements. Dabei werden eine Reihe von fest vorgeschriebene Tests für drei Klassen (“C” Anfänger, “B” Fortgeschrittene und “A” Open) absolviert. Das C und B Diplom werden jeweils nur mit Dummies durchgeführt, beim A Diplom wird ausschließlich Wild (Taube und Ente) eingesetzt.

Das “C” Diplom besteht aus 5 Aufgaben, bei denen der Fokus auf den Gehorsam ausgerichtet ist (es können Aufgaben miteinander kombiniert werden, z.B. D und E):
A. Laufen bei Fuß: Der Hund muss dem Hundeführer bei Fuss über einen Parcour von ca. 40 m folgen. Es wird eine langgezogene “8” (Sanduhr) gelaufen. Nachdem der Parcour angeleint absolviert wurde, muss im folgenden der Parcour ohne Leine absolviert werden. Die Leine ist entweder dem Richter zu übergeben oder in die Tasche zu stecken.
Für den gesamten Test wird eine Punktzahl vergeben, wobei das Laufen an der Leine und ohne Leine in der Endbewertung gleich gewichtet wird. Beide Teile, also das Laufen an der Leine und ohne Leine, müssen zufriedenstellend absolviert werden. Für eine einwandfreie Ausführung ist es nicht erforderlich, dass der Hund sitzt, wenn der Hundeführer stillsteht. Der Test gilt als bestanden, wenn der Hund an der Leine seinen Hundeführer nicht wiederholt durch Ziehen, Vorlaufen oder Schnüffeln behindert und wenn er ohne Leine seinem Hundeführer folgt und ihn nicht wiederholt durch Zurückfallen, Vorlaufen, Vorlaufen oder Schnüffeln behindert. Der Test wird perfekt absolviert von dem Hund, der an der Leine aufmerksam ist, seine Schulter stets auf Höhe des Knies seines Führers hält, die Leine locker hängt, praktisch keine Aufmerksamkeit des Führers benötigt und dieser seinen Befehl nicht wiederholen muss, und von dem Hund, der ohne Leine seine Schulter stets auf Höhe des Knies seines Führers hält, praktisch keine Aufmerksamkeit des Führers benötigt und dieser seinen Befehl nicht wiederholen muss.

B. Rausschicken und wieder zurück holen: der Hund soll in einem Bereich von ca. 30 m voran (bzw. raus-) geschickt werden und unmittelbar auf Zeichen des Richters wird der Hund wieder zurückgerufen.
Beurteilung: Das Vorsenden des Hundes in eine vom Hundeführer gewählte Richtung ist zulässig, sofern der Hund auf einer Entfernung von ca. 30 Metern ausreichend Bewegungsfreiheit zeigt. Der Hundeführer muss sich dabei weitgehend an seinem Platz aufhalten. Ein kurzes Mitlaufen ist erlaubt, führt jedoch zu Punktabzug. Bezüglich des Rückrufsignals kann eine Kombination aus Aufmerksamkeits- und Ausführungssignal als ein einziges Kommando gewertet werden. Die Prüfung gilt als bestanden, wenn der Hund nach Ansicht des Richters innerhalb einer Minute nach Prüfungsbeginn ausreichend Bewegungsfreiheit gezeigt und eine ausreichende Strecke zurückgelegt hat und anschließend nach höchstens drei Kommandos innerhalb angemessener Zeit zu seinem Hundeführer zurückkehrt, sodass dieser ihn an Ort und Stelle anleinen kann. Der Test wird von dem Hund perfekt absolviert, der auf ein Kommando sofort losläuft, nachdem er schnell genügend Abstand gewonnen hat, sich völlig frei bewegt und anschließend auf ein Kommando sofort und sehr schnell zurückkommt und sich, ohne ein separates Kommando erhalten zu haben, also von selbst, zu den Füßen seines Hundeführers hinsetzt.

C. Ablage des Hundes: Mit dem Richter (und ggf. einem weiteren Hundeführer) wird der Hund an einer Stelle abgelegt. Dort soll der Hund nachdem sich der Führer und Richter aus der Sicht entfernt hat mindestens 2 Minuten auf seinem Platz verbleiben. Der Hund ist dabei abgleint und es darf auch kein Gegenstand beim Hund abgelegt werden. Der Richter hat darauf zu achten, dass der Hundefüher vom Hund nicht gesehen und gerochen werden kann. Solange sich der Hundeführer im Sichtbereich befindet, darf er einmal zurück, um ggf. eine Korrektur vorzunehmen. Entfernt sich der Hund max. 1 m von seinem zugewiesenen Platz wird dies noch mit “ausreichend” bewertet.
Die Beurteilung beginnt, sobald der Richter den Hundeführer zum vorgesehenen Platz schickt, und endet, sobald der Hund zurückgebracht wurde. Der Hundeführer darf, solange er sich in Sichtweite des Hundes befindet, einmal zurückgehen, um Korrekturen vorzunehmen. Die Grundhaltung des Hundes – liegend, sitzend oder stehend – muss für eine einwandfreie Ausführung beibehalten werden. Die Ruhe, mit der alles ausgeführt wird, ist für die Wertung entscheidend. Der Test gilt als zufriedenstellend absolviert, wenn der Hund seinen zugewiesenen Platz nicht weiter als einen Meter verlässt und keine Anzeichen von Nervosität durch störendes Winseln oder Bellen zeigt. Der Test gilt als perfekt absolviert, wenn der Hund von seinem Hundeführer in vollkommener Ruhe seinen Platz gezeigt bekommt, darüber hinaus keinerlei Aufmerksamkeit von seinem Hundeführer erhält, seinen Platz nicht verlässt und ruhig und voller Zuversicht auf seinen Hundeführer wartet.
D. Landapport: der Hund soll hierbei eine Markierung an Land arbeiten. Die Entfernung ist dem “C” Niveau angepasst und beträgt 25 m. Der Dummy wird in einem freien Gelände geworfen. Freigabe erfolgt sofort nach dem Wurf. Der Hund muss zum Hundeführer zurückkommen, der Hundeführer darf sich nicht im Gelände bewegen.
Ein Hund, der unkontrolliert einspringt, kann maximal 8 Punkte erhalten. Ein Hund, der nachdem er eingesprungen ist innerhalb von 5 Metern vom Hundeführer gestoppt wird, ist nicht unkontrolliert eingesprungen. Die Beurteilung der Apportierbereitschaft und der Ausführung ist zentral. Der Test gilt als zufriedenstellend absolviert, wenn der Hund die Attrappe aufnimmt und zu seinem Hundeführer bringt, unabhängig davon, ob er beim Wurf einspringt oder sie im Sitzen oder Stehen abgibt. Der Test gilt als perfekt absolviert, wenn der Hund keinerlei Aufmerksamkeit vom Hundeführer benötigt, vor dem Einsatz nicht jammert, winselt oder bellt, nicht hineinspringt, auf das Kommando zum Apportieren wartet, schnell zur Attrappe läuft und eine vorbildliche Apportierleistung erbringt.
E. Wasserapport: es wird eine Wassermarkierung in einem tiefen Gewässer, geworfen, so dass der Hund schwimmen muss. Hat der Dummy im Flug die höchste Stelle erreicht, wird ein Schuss abgegeben. Der Hundeführer darf eine Sekunde nachdem der Dummy im Wasser gelandet ist, den Hund zum Apport schicken. Der Hundeführer darf den zugewiesenen Platz nicht verlassen.
Ein Hund, der unkontrolliert ins Wasser springt, erhält maximal 8 Punkte. Ein Hund, der nach einem Einspringen noch vor dem Ufer gestoppt werden kann, hat nicht unkontrolliert eingesprungen. Der Hundeführer darf dem Hund maximal dreimal das Kommando zum Betreten des Wassers geben, um eine zufriedenstellende Leistung zu erzielen. Kehrt der Hund ohne Dummy aus dem Wasser zurück, darf er ihn ein weiteres Mal einsetzen. Der Test gilt als zufriedenstellend abgeschlossen, wenn der Hund den Dummy aufnimmt und zu seinem Hundeführer bringt, unabhängig davon, ob er ins Wasser springt, ihn einpackt, sich schüttelt oder ihn im Sitzen oder Stehen abgibt. Der Test gilt als perfekt abgeschlossen, wenn der Hund keinerlei Aufmerksamkeit vom Hundeführer benötigt, vor dem Einsatz nicht jammert, winselt oder bellt, nicht ins Wasser springt, auf das Kommando zum Apportieren wartet, dann sofort ins Wasser geht, schnell zum Dummy schwimmt und diesen vorbildlich apportiert.

Das “B” Diplom besteht aufbauend auf den Aufgaben des C Diploms aus drei weiteren Aufgaben. Der Fokus liegt hier auf die Apportierleistung des Hundes:
F. Verlorensuche Apport an Land: Der Hund wird ohne Leine und Halsband geführt. Der Hund muss hier eine Markierung, die im dichten Gebüsch geworfen wird, finden und apportieren.  Der Wind sollte senkrecht zur Laufrichtung des Hundes wehen.  Der Werfer wirft den Dummy aus einer Position, die für den Hund nicht sichtbar ist. Der Dummy sollte in einer Entfernung von ca. 40 Metern zum Hund fallen. Die Prüfung ist so aufzubauen, dass sich Hund und Hundeführer (nach ca. 5 m) nicht mehr sehen können, sobald der Hund in Richtung der Markierung läuft. Notfalls soll eine Sichtblende verwendet werden.
Bei der Bewertung wird besonderer Wert auf die selbstständige und systematische Suchmethode, die Ausdauer des Hundes und seine Zuverlässigkeit beim Zurückbringen des Dummys gelegt. Das Geben von Signalen und Anfeuern wird stark negativ bewertet. Das Zurückkehren aus der Deckung ohne Dummy wird negativ bewertet. Ein Hund, der einmal ohne Dummy zurückkehrt, darf maximal zwei weitere Male losgeschickt werden.  Der Test wird von dem Hund perfekt bestanden, wenn er vor dem Schicken nicht jammert, winselt oder nervtötend bellt, der nach dem Kommando zum Apportieren sofort lebhaft, selbstständig, schnell und systematisch mit der Suche beginnt, nicht ohne den Dummy aus dem Versteck zurückkehrt, den Dummy schnell findet und eine „vorbildliche Apportierleistung“ erbringt.
G. Markeirung Apport an Land: der Hund muss eine gut sichtbar geworfene Markierung apportieren. Der Zielort der Markierung darf nicht so auffällig sein, dass er den Hund anlockt, sondern muss so gewählt werden, dass der Hund den Dummy erst sieht, wenn er sich in unmittelbarer Nähe befindet. Idealerweise sollte die Prüfung so aufgebaut sein, dass der Wind senkrecht zur Laufrichtung des Hundes weht. In diesem Fall müssen Werfer und Schütze in Windrichtung der Markeirung stehen. Die Markierung muss gegen den Wind geworfen werden. Unmittelbar nach dem Schuss muss der Werfer das Dummy in einem weiten Bogen senkrecht zur Laufrichtung des Hundes von sich wegwerfen, sodass die Markierung etwa 60 Meter vom Hund entfernt landet. Werfer und Schütze bleiben während der gesamten Prüfung an ihren Positionen. Nachdem der Hundeführer dem Richter signalisiert hat, dass er bereit ist, die Prüfung zu beginnen, gibt der Richter dem Werfer und dem Schützen das Startsignal.  Etwa drei Sekunden nachdem die Markierung gefallen ist, gibt der Richter durch Antippen der Schulter des Hundeführers das Startsignal. Vom Moment des Starts bis zum Aufnehmen des Dummys darf der Hundeführer keine Anweisungen oder Kommandos geben.  Der Hundeführer darf seinen zugewiesenen Platz während der Prüfung nicht verlassen.
Wenn der Hund einspringt, gilt der Test als nicht bestanden. Kann jedoch der Hund innerhalb von fünf Metern vom Hundeführer gestoppt werden, ist der Hund nicht unkontrolliert eingesprungen und darf den Test nach Erlaubnis des Richters von dort aus fortsetzen. Ein im Stand an der Leine geführter Hund kann maximal 8 Punkte erreichen. Ein Hund, der sich von der Leine losreißt, hat den Test nicht bestanden. Ein Hund, der das Dummy bei freier Suche findet, hat den Test nicht bestanden (nicht ordentlich markiert). Eine Wiederholung des Tests ist nur in Ausnahmefällen erlaubt.
Der Test gilt als bestanden, wenn der Hund durch Beibehalten oder bewusstes Wiederherstellen der korrekten Richtung zeigt, dass er markiert hat und das Dummy ohne Hilfe oder Kommandos aufnimmt und apportiert, unabhängig davon, ob er beim Wurf angeleint oder nicht angeleint war oder ob er den Dummy (eingewickelt?), sitzend oder stehend abgibt. Der Test wird von dem Hund perfekt absolviert, wenn der Hund vor dem Start weder jammert, winselt noch störend bellt, ruhig und aufmerksam ohne Leine an seinem Posten sitzt und keine Aufmerksamkeit seines Hundeführers benötigt, auf das Kommando zum Apportieren wartet, sich schnell und zielstrebig zum Ablageort bewegt, den Dummy ohne Suchen findet und eine vorbildliche Apportierleistung erbringt.
H. Apportieren (Blind) über tiefem Wasser: Der Hund muss einen Dummy apportieren, der auf der gegenüberliegenden Seite eines breiten, tiefen Gewässers geworfen wurde. Der Hund wird ohne Leine und Halsband geführt. Das Gewässer muss mindestens zehn und höchstens vierzig Meter breit und so tief sein, dass der Hund schwimmen muss, um das andere Ufer zu erreichen. Sobald der Hund den Werfer nicht mehr sehen kann, muss dieser den Dummy so werfen, dass er – abhängig von der Breite des Gewässers und der Beschaffenheit des Geländes – mindestens zehn und höchstens vierzig Meter vom Ufer entfernt landet. Der Werfer entfernt sich anschließend so, dass seine Anwesenheit und die Duftspur den Hund möglichst wenig stimulieren oder behindern. Der Abwurfort muss so gewählt werden, dass der Hund den dort liegenden Dummy erst sieht, wenn er sich in unmittelbarer Nähe befindet. Idealerweise sollte der Test so aufgebaut sein, dass der Wind senkrecht zu der Richtung weht, aus der der Hund über das Wasser geführt werden muss. Der Richter weist dem Hundeführer den Startpunkt zu, von dem aus er den Hund einsetzen und die Attrappe apportieren soll. Dieser Punkt wird so gewählt, dass er je nach örtlichen Gegebenheiten etwa drei Meter vom Ufer entfernt liegt. Der Hundeführer darf den ihm zugewiesenen Platz während des Tests nicht verlassen.
Der Schwerpunkt liegt auf der Bereitschaft, den Dumnmy vom gegenüberliegenden Ufer zu apportieren. Zusätzliche Anweisungen sind nicht verboten, werden aber negativ bewertet. Für eine zufriedenstellende Leistung darf der Hundeführer dem Hund maximal dreimal das Kommando zum Wasser geben. Kehrt der Hund ohne die Attrappe zurück und ist der Richter der Ansicht, dass der Dummy innerhalb einer angemessenen Zeit noch apportiert werden kann, darf er ein weiteres Mal ins Wasser geschickt werden.
Das Umrunden des Wassers nach dem Auffinden des Dummys wird nicht negativ bewertet, es sei denn, das Umherlaufen ist unverhältnismäßig.
Der Test gilt als zufriedenstellend absolviert, wenn der Hund den Dummy innerhalb einer angemessenen Zeit apportiert, abhängig von den örtlichen Gegebenheiten, unabhängig davon, ob er ihn trägt, sich schüttelt oder ihn im Sitzen oder Stehen abgibt. Der Test gilt als perfekt absolviert, wenn der Hund vor dem Start nicht jammert, winselt oder bellt, nach einem Kommando sofort ins Wasser geht, schnell und geradlinig zum anderen Ufer schwimmt, nach dem Anhalten – ob durch den Hundeführer oder nicht – und nach höchstens einem Kommando oder einer Anweisung lebhaft, selbstständig, schnell und systematisch mit der Suche beginnt, nicht ohne Dummy zum Wasser zurückkehrt, den Dummy schnell findet und eine vorbildliche Apportierleistung erbringt.

 

Um am “A” Diplom teilnehmen zu dürfen, müssen (am selben Tag) die C-Diplom und B-Diplom Aufgaben erfolgreich abgeschlossen worden sein und der Durchschnitt aller Prüfungen darf 7 Punkte nicht unterschreiten. Das A-Diplom wird nur mit Wild absolviert. Die A Prüfung besteht aus zwei Teilen:  
1. Einweisen an Land auf ein Blind.
2. Einweisen über tiefes Wasser auf eine Wildschleppe.

1. Einweisen an Land auf ein Blind: Der Hund wird ohne Leine und Halsband geführt. Er muss eine Ringeltaube apportieren (Blind). Dabei muss der Hundefüherer den Hund zunächst auf einen Haltepunkt einweisen, nachdem der Richter das OK gegeben hat, darf der Hund zum Blind eingewiesen werden. Der Haltepunkt liegt etwa in 100 m Entfernung vom Startpunkt entfernt und hat eine Fläche von ca. 3 m x 3 m. Die Taube sollte in ca. 50 m Entfernung von diesem Haltepunkt entfernt liegen. Die Ablage der Taube sollte so gewählt werden, dass eine deutliche Richtungskorrektur erforderlich ist. Vorzugsweise sollte der Wind von vorne kommen und das Blind im Gegenwind liegen. Der Hundeführer darf sich nicht mehr als 5 m von seiner Position entfernen. 
Der Schwerpunkt liegt auf der Lenkbarkeit. Der Haltepunkt dient der Beurteilung dieser Lenkbarkeit. Für eine korrekte Ausführung muss der Hundeführer seine Anweisungen und Kommandos auf ein Minimum beschränken. Der Hund muss daher absolut ruhig geführt werden. Laute Kommandos werden negativ bewertet. Sobald der Hund die Abwurfstelle erreicht hat, muss er die Taube selbstständig suchen und apportieren. Zusätzliche Kommandos werden negativ bewertet.
Die drei Richter fällen ein unabhängiges Urteil. Sobald ein Richter die Ausführung für unzureichend hält, zeigt er dies durch Heben der Hand an. Sobald auch ein zweiter Richter die Ausführung für unzureichend hält, beendet er die Prüfung.
Hat der Hund nach Ansicht zweier Richter in der ersten Reihe ausreichende Lenkbarkeit gezeigt, darf der Hundeführer den Hund zum Wild führen. Die Richter vergeben unabhängig voneinander Punkte zwischen 6 und 10. Die
Endwertung ist der Durchschnitt der drei Wertungen, gerundet auf die nächste ganze Zahl. Wird die Ausführung von einem Richter als ungenügend bewertet, beträgt die Endnote 6. Der Test gilt als zufriedenstellend absolviert, wenn der Hund, nachdem er deutlich gezeigt hat, dass er von seinem Hundeführer geführt wurde, die Taube apportiert (bevor der Test von den Richtern beendet wird), unabhängig davon, ob er sie eingewickelt, sitzend oder stehend abgibt. Der Test gilt als perfekt absolviert, wenn der Hund vor dem Start nicht winselt, jammert oder bellt, in gerader Linie zum zugewiesenen Haltepunkt geführt wird, ohne oder mit einer einzigen Korrektur, dort auf ein einziges Kommando anhält, von dort mit der minimal erforderlichen Anzahl an Signalen in gerader Linie zum Ablageort geführt wird, dort selbstständig sucht, gegebenenfalls nach einem einzigen Kommando, und eine vorbildliche Apportierleistung erbringt.

2. Einweisen über tiefes Wasser auf eine Wildschleppe:  Der Hund wird ohne Leine geführt. Der Hund muss eine Wildente apportieren, die auf der gegenüberliegende Seite eines breiten und tiefen Gewässers gezogen wurde (Schleppe). Er muss dabei auf der Schleppe bleiben. Das Gewässer muss mind. 15 m breit und tief genug sein, so dass der Hund schwimmen muss, um auf das gegenüberliegende Ufer zu gelangen. Der Wind sollte entweder direkt von hinten oder quer zur Laufrichtung des Hundes wehen. Vom gegenüberliegenden Ufer wird eine Schleppe gezogen, die mindestens 150 m, höchstens 300 m lang ist (je nach Beschaffenheit des Geleändes und des Gewässers). Die Schleppe muss mindestens zwei Haken mit einem 90 Grad Winkel enthalten. Am Ende der Schleppe wird eine Wildente abgelegt. Das Gelände sollte so beschaffen sein, dass der Hund nachdem er die Schleppe angenommen hat, schnell aus der Sicht des Hundeführer ist. Der Hundeführer darf den Hund bis zum Startpunkt der Schleppe einweisen, ist der Hund auf der Schleppe, darf er keine weiteren Befehle mehr geben.  Der Hundeführer darf seine Position nicht verlassen.  
Der Hund muss die Ente mithilfe der Fährte erreichen. Er darf auf Anweisung des Richters maximal zweimal auf die Fährte gesetzt werden.  Richteraufstellung: Ein Richter befindet sich am Wasser mit dem Hundeführer, zwei Richter auf der Fährte. Der Richter am Wasser bewertet die Wasserarbeit, das Apportieren der Fährte und den Apport selbst. Er achtet außerdem darauf, dass der Hundeführer keine unzulässigen Kommandos gibt. Die Richter auf der Fährte positionieren sich so, dass die Arbeit auf der gesamten Fährte und das Verhalten des Hundes an der Ente beurteilt werden können.
Der Richter am Wasser vergibt ein „bestanden“ (mindestens 6, maximal 10 Punkte) oder ein „nicht bestanden“. Im letzteren Fall ist auch die Endwertung „nicht bestanden“. Die Richter auf der Fährte vergeben unabhängig voneinander Punkte (mindestens 0, maximal 10). Die Summe dieser beiden Ziffern muss mindestens 12 betragen, um die Prüfung zu bestehen. Die Endnote der Prüfung ist der Durchschnitt der drei Einzelziffern, gerundet auf die nächste ganze Zahl, unbeschadet der Aussage im vorherigen Satz.
Die Prüfung gilt als bestanden, wenn der Hund die Fährte mit ausreichender Sicherheit aufnimmt und die Ente innerhalb einer angemessenen Zeit apportiert, abhängig von den örtlichen Gegebenheiten, unabhängig davon, ob er sie trägt, schüttelt oder im Sitzen oder Stehen abgibt.
Die Prüfung gilt als perfekt bestanden, wenn der Hund vor dem Start nicht jammert, winselt oder bellt, den Anfang der Fährte mit minimalen Hinweisen schnell erreicht, die Fährte dann schnell und korrekt aufnimmt, nicht ohne Ente zum Wasser zurückkehrt und eine vorbildliche Apportierleistung zeigt.