Teilnahme SJP Rilland

An einem Montag …

Nimmt man an einer SJP von der “Stichting Zeeuwse Jachthonden” in Rilland teil. 450 km für 45 Minuten bis zum Abbruch!

Oder wenn man mit einem Goofy antritt. Bereits die erste Aufgabe war schon katastrophal: ein “Z” angeleint und unangeleint laufen und danach den Hund 40 m voran schicken und dann gleich zurückrufen – obwohl es die erste Aufgabe und ich der erste Starter in der Gruppe (die Wiese war also “jungfräulich”) war, ging die Nase gleich drei-, viermal nach unten zum Schnüffeln und musste korrigiert werden, was der Richter natürlich gesehen hat. Das geht gar nicht! Das ist ein Gehorsamsproblem! Ebenso beim voranschicken, OK fälschlicherweise habe ich vor dem Rückpfiff ein Stopppfiff gemacht (CDD ist es erlaubt, SJP ist es ein zusätzliches Punkte kostendes Kommando), aber ich habe gesehen, dass das Stoppen 5 Meter ignoriert wurde.

Letztendlich war bei der Krähe ende im Gelände. Und es manifestierte sich, was ich zuvor bereits beobachten konnte (was die Richter zum Glück anders interpretiert haben, da es bei der Suche passierte): er macht was er will! Aus einer Markierung, macht der Hund eine fröhliche Party!

Die Krähe wurde mit Flintenschuss ins hohe Gras vielleicht 30 cm von der gemähten Stelle geworfen. Eine recht einfache Markierung also. Der Hund läuft zügig los, statt ins Gras zu gehen will er die Beute im gemähten Bereich finden, überläuft die Stelle, zieht sich dann wieder rein (vermutlich wäre hier schon das Ende erreicht oder halt nur noch 7 Punkte) steht an der Krähe, schaut hoch, nimmt nicht auf, rennt zu den Helfern, um zu schauen, ob da was besseres liegt, um dann doch noch zur Krähe zu laufen und diese dann aufnimmt und bringt …. 

Aber um dann noch die Abgabe zu verweigern!

Null in der Aufgabe, Null “will to please”, null Gehorsam. Null Jagdhund.

Die Prüfungen sieht der Hund mittlerweile als “happy holiday” und er macht was er will: überall hinpissen, versuchen jeden teilnehmenden Hund am Arsch zu schnüffeln, eine Markierung wird zu einer Suche, Wild abgeben macht er plötzlich nicht, es wird sogar noch nachgeschnappt. Zu den Helfern rennen, weil vielleicht haben die auch Beute rumliegen, Fuß laufen klappt selbst mit mehrfacher Korrektur nicht vernünftig. In so einem Fall wird der Hund nicht noch belohnt, indem nun die tollen Aufgaben (über Wasser eine Ente/Gans holen, Wasserapport), also Abbruch und ab nach Hause.

Ratlos, wie man das wegtrainieren kann, weil im Training klappt es ja einigermassen, aber da ist die Reizlage nicht so hoch. 

Spass macht es auch nicht! An die Markierung vorbei laufen, an der Markierung stehen bleiben und dumm glotzen und dann nicht aufnehmen, zu den Helfern rennen, dann doch aufnehmen, um dann die Abgabe zu verweigern! 

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