WT Tanz auf dem Vulkan 2026 Open

Na, dann tanzen wir mal auf dem Vulkan! 🙂

Eine Woche nach Borculo schon wieder auf einen Workingtest starten? Trotz der eher schlechten Leistung? Gemeldet ist gemeldet und so weit weg war der WT dann auch wieder nicht. Also los auf gehts! Viel Glück mit dem Wetter gehabt, dass es nicht so kalt war und auch nicht geregnet hat. Das Gelände war richtig schlammig vom Regen der vorherigen Tage. Aber tolles Gelände, alle Aufgaben nah beieinander. Guter Dinge, vielleicht klappt es ja doch besser, als eine Woche zuvor. 

Aufgabe 1 (0/20): Tolle Aufgabe bei dem Richter Werner H.! Startpunkt war ein Weg an einem Hang. Es ging wirklich sehr steil hinunter. Im Tal schlängelte sich ein Bach durch das Prüfgebiet. Auf der rechten Seite wurde zuerst eine Markeirung geworfen, danach sollte ein Blind auf der linken Seite, hinter dem Bach geholt werden. Da mir es “zu leicht” vorkam (sonst muss man ja erst ein Blind nach einer Markierung holen), fragte ich “erst die Markierung” und auf dem “ja” schickte ich Lago mit Apport los! Tja, Werner informierte mich, das er ja noch keine Freigabe gegeben hatte. Mist! Mein Fehler. Das war dann die 2. Null. Lago hat aber die Markierung sehr gut gearbeitet und beim Einweisen zum Blind hat er sich natürlich nach rechts ziehen lassen, zu der alten Markierung. Aber er hat das Blind mit ein wenig Handling reingeholt. Das Gelände in dieser Aufgabe war wirklich anspruchsvoll, den Weg zurück musste Lago wirklich ordentlich klettern. Schade, es hätte wohl 15 Punkte gegeben, wenn ich nicht den Fehler mit der Freigabe gemacht hätte. 

Aufgabe 2 (0/20): Bei Maria C. fällt erst eine Markierung, zuerst sollte aber ein Blind geholt werden. Das Gelände bestand aus drei leere quadratische Teiche (bzw. Löschwasserteiche). Das Blind lag natürlich am Anfang des ersten Teiches, die Markierung fiel im hinteren Teich. Zunächst konnte ich Lago von der Markierung fern halten, so das er in dem Bereich des Blinds auch gesucht hat. Bei der Suche hat er sich schon etwas schwer getan, aber er hat das Blind gefunden und gebracht. Schwierigkeit war hier, dass man den Hund nicht mehr gesehen hat, wenn er hinter dem Graben verschwunden ist. Als nächstes die Markierung und hier hat Lago scheinbar komplett vergessen, das da noch hinten ein Dummy lag. Auf “Apport” zog es ihn wieder in Richtung Blind und dadurch das er nicht zu sehen war, war irgendwie Handling sinnlos. Nach einem “hier” und fehlenden Anweisungen an den Hund, war die Aufgabe vorbei und Lago musste zurück ohne Dummy. Das war dann die dritte Null. Fehler war hier vielleicht den Hund eher mit “voran” zur Markierung zu schicken, statt mit einem “apport”. Aber ich war eh nicht mehr bei der Sache und mir war es egal.

Aufgabe 3 (14/20): Die letzte Aufgabe bei Rony M. und schon ist der Workingtest vorbei. Hier sollte auf einer weitläufigen Wiese erst ein Blind auf der rechten Seite (an einem Busch) geholt werden, danach ein Blind (sehr enger Winkel) hinter dem vorherigen Blind und zudem noch hinter einer Baum-/Bewuchsreihe und noch hinter dem Bach geholt werden. Da dachte ich das schafft Lago nicht, der Geländeübergang ist schon hart. Das erste Blind hat er natürlich geholt. Jedoch war das Handling recht mies, da er wiedermal nicht vernünftig auf die Einweisepfiffe reagiert hat. Sind wohl nur noch “Handlungsoptionen” für ihn. Schön, hier muss trainiert werden! Auf das zweite Blind bekam ich ihn gut in die richtige Richtung, dann kam der Geländeübergang und er blieb wie vermutet auf der falschen Seite des Bachs. Jedoch plötzlich konnte man richtig gut sehen, wie Lago Witterung vom Dummy bekommen hat und recht flott über den Bach hinüber und auch dieses Dummy sicher reingebracht hat. Glück muss man haben. Faire Punkte, allemal. Aber auch hier hat er wieder das “voran” ignoriert, als es über den Bach gehen sollte.

Aufgabe 4 (16/20): Mit dieser Aufgabe startete der Workingtest. Und Lago durfte tatsächlich mit der Startnummer 1 als erstes loslegen. Auf einer großen Wiese mittig mit einer schmalen Baumreihe versehen, die die Wiese etwas mehr als die Hälfte teilte. Vor der Baumreihe befand sich ein Blind, welches aus der Ferne beschossen wurde. Das Blind sollte der Hund direkt holen, sobald er das Dummy aufgenommen hat und auf dem Rückweg ist, wird hinter der Baumreihe eine Markierung mit Schuss geworfen. Lago bleibt kurz stehen, markiert und kommt zügig zurück, perfekt! Nun ihn auf die Markierung geschickt und in der Tat hat Lago sehr gut markiert (im Gegensatz zu seinem Führer, der hier nicht vernünftig hätte einweisen können), sofort die richtige Stelle gefunden und das Dummy gut apportiert. Bravo! Und es gab noch ein Lob vom Richter, der es schön fand, das der Hund im Rücklauf trotzdem noch das weitere “Jagdgeschehen” beobachtet (kurzes stehen bleiben, markieren). Warum dann nur 16 Punkte rausgesprungen sind ….. naja.

Aufgabe 5 (0/20): Und schon war es auch schon wieder vorbei! Beim Richter Jo S.: 2 Gespanne machen mit dem Richter einen walkup. Die Hunde sollten abwechselnd arbeiten, wobei auch die Richtung wechselte. Lago durfte den ersten Dummy “behind” holen, klasse gemacht. Nach erneutem Seitenwechsel durfte dann der andere Hund holen. Hier schmatzte Lago kurz und es enfleuchte ihm ein (einzelnes) leises (!) “fiep” und ich durfte ihn wieder anleinen. Ich finde es einfach lächerlich! Und wir erinnern uns an die Prüfungsordnung:

A) sieht die Prüfungsordnung unter § 21 einen schweren Fehler vor (KEINE Null!), m.E. fällt hier ein leises (einzelnes) “fiep” dazu.
B) selbst wenn eine Null gerechtfertigt gewesen wäre, hätte Lago eigentlich weiter arbeiten dürfen/sollen (wir sind ja nicht auf einem Mock-Trial). Aber diesmal habe ich es wenigstens auch gehört, trotzdem war es sehr leise. Willkommen in der Manege, willkommen im Zirkus. Die jagdlichen Anlagen eines Retrievers festzustellen und zu bewerten, siehe FCI Reglement:

 “d) Der Retriever ist die unentbehrliche Hilfe des Jägers an einem Jagdtag. Das Ziel eines FCI-IWT ist deshalb, die besten Hunde auszuwählen, die über ein gutes Temperament und eine gute
Markierfähigkeit verfügen, sowie einen guten Nasengebrauch und Initiative zeigen.

Aber da steht ja “whining” als schwerer Fehler in den Regelements, der mit einer Null bewertet wird. Aber was ist den jetzt “whining”? KI sagt dazu:

„Whining“ (auf Deutsch: Jammern, Nörgeln, Quengeln oder Winseln) bezeichnet das wiederholte, quengelige Beklagen über dieselbe Sache auf eine nervtötende Art und Weise. Es ist oft mit einem „Armes-Ich“-Verhalten verbunden.”

(also verheiratete Richter sollten den Unterschied eigentlich kennen: sagt die Ehefrau einmal “bring den Müll raus” ist das sicherlich kein Nörgeln (also kein “whining”), sagt die Holde aber den ganzen lieben langen Tag in Dauerschleife “bring den Müll raus, mäh den Rasen, der Wasserhahn tropft, bring doch jetzt endlich den Müll raus, usw”, na dann ist das wirklich “whining”. 

Also eindeutig! Eigentlich. 

Dank gilt natürlich den fleissigen Helfern, Organisatoren, Reviergeber und fairen Mitteilnehmern. Und was mir besonders an diesem Tag in Erinnerung bleiben wird: Das 7,50 € Leberkäsbrötchen! Fast halb so großes Brötchen wie normal, nur eine recht dünne Scheibe ohne was dabei …. yeah! In diesem Sinne.

Ergebnis: (30/100) nicht bestanden

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