Ein Tag in Borculo ….

…. oder wie mein italienischer Chessie meinte “Vaffanculo”!

Das war er, der Workingtest der NLV in der A (Open) Gruppe am 07.03.2026 in Bar-Vaffan-Culo!

Schönes Wetter, nette Leute, tolle Aufgaben, nur den falschen Hund mitgenommen.

Die Aufgaben waren anspruchsvoll aber alle durchaus lösbar für Lago (so der Gedanke).

Aufgabe 1: dies war Lagos letzte Aufgabe und wir waren das vorletzte Gespann des Tages in dieser Aufgabe. Hier sollte zunächst eine Wildschleppe gearbeitet werden und wenn der Hund auf dem Rückweg ist, wird eine Verleitmarkierung geworfen, die nicht sichtbar war für den Hundeführer. Die Schleppe (Gans) fing erst in 40-50 m Entfernung an 10 m von drei Birken entfernt, verlief mit ein oder zwei (?) 90 Grad Winkeln über die Wiese bei einer Strecke von vielleicht 100-150 m. Die Schleppe hat er erstklassig gearbeitet! Bei der Aufnahme der Gans hatte er etwas gezögert (vielleicht hat sie schon etwas gemüffelt und er wollte rückfragen, ob er die holen soll), aber diese dann sicher reingebracht. Die Verleitmarkierung hat ihn natürlich nicht abgehalten. Diese konnte er dann auch im Anschluss holen. Er kam auch schnell zurück. Letzte Aufgabe, eh egal nach der vorherigen Leistung. Der Richter meinte noch “das war die beste Schleppe, die er heute gesehen hat” macht natürlich ein wenig Stolz.

Aufgabe 2: Mit der Zwei startete der Workingtest. Lago war aufmerksam und ruhig, eigentlich eine gute Ausgangslage. Ein Helfer steht in der Mitte hinter einem Sichtschutz, tritt hervor und wirft zuerst eine Markeirung nach rechts hinter einem Graben in das Gewässer (Fallstelle vom Hund nicht zu sehen), dann geht er auf die rechte Seite und wirft auch dort eine Markierung. Der Winkel ist einfach. Es soll natürlich zunächst die rechte Markeirung gearbeitet werden. Problem hier war, das der Hund hinter dem Graben nicht mehr zu sehen ist und man nicht wusste, wo der Hund agiert. Eine Zeit vergeht und plötzlich erscheint Lago oben am Graben und zu weit rechts. Durch Stopp und Back wieder in den Graben geschickt und diesmal hat er wohl kappiert, das der Dummy im Wasser liegt. Nach nun kurzer Zeit kam er mit einem Dummy zurück. Den linken Dummy hat er dann im Anschluss tadellos gearbeitet. Ein guter Auftakt, so hätte es weitergehen können. 

Aufgabe 3: bei dieser Aufgabe stand das Hundegespannt mit dem Richter auf einer Wiese und der Hund sollte so ca. 90 m voran in den Wald geschickt werden. Schon hundertmal am Truppenübungsplatz trainiert (wobei da meist die Dummies recht nah lagen, wobei andererseits Lago da immer drüber bretterte). Schwierigkeit war hier, dass der Hund noch orderntlich Strecke im Wald machen musste. Suche? Kein Problem für Lago, naja. Den ersten von zwei Dummies holte er auch sehr schnell. Ein weiteresmal “such voran” und er bretterte los. nach längerer Zeit war er zu weit vorne, zu weit rechts zu sehen, wieder zurück geschickt, was auch geklappt hat. Aber er hat einfach nichts mehr gefunden. Nach einer Zeit war die verfügbare Zeit vorbei und das war dann der erste Dummy, den er nicht gebracht hatte. Schade, er setzt seine Nase nicht mehr richtig ein.

Aufgabe 4: hier sollte eine Entenschleppe und eine Markierung gearbeitet werden. Auf der Startposition wird sich zunächst rechts auf die Markierung ausgerichtet. Diese wurde dannn in 120 m auf der anderen Seite des Baches in einer freien Stelle hinter dem Schilf geworfen. Lago hat scheinbar gut markiert. “Später” und ausgerichtet auf die linke Seite sollte der Hund über den Bach auf eine Schleppe geschickt werden, die sich in ca. 50 m Entfernung liegt. Sobald er im Bereich des Anschusses ist, soll er diese natürlich selbständig arbeiten. Über dem Bach war zunächst kein Problem und er war in der richtigen Richtung unterwegs! Plötzlich hatte er etwas im Fang und wollte apportieren! Ist das die Ente? Nein, es war eine Lockente, die der Hund natürlich nicht holen sollte. Bevor er ins Wasser hüpfte konnte ich Lago stoppen. Tja wie bekommt man hin, dass er das Ding fallen lässt und gefälligst den Anschuss suchst? “Aus” hat schonmal auf die Entfernung nicht geklappt. Also “Back” in Richtung des Anschusses geschickt, was auch geklappt hat (mit der Lockente in der Schnute). Als er die Schleppe angenommen hat, ging es auch ganz schnell, er spuckt die Lockente aus und arbeitet die Schleppe ab und findet auch schnell die Ente, bringt diese sicher über den Bach zurück. Im Hintergedanken, dass er gut markiert hat, wurde Lago mit einem “apport” los geschickt, das war vielleicht ein Fehler, den er rannte auf der rechten Seite des Baches los und leider lag dieser Bereich nach wenigen Metern hinter dem Sichtbereich des Hundeführers, so dass kein Handling möglich gewesen wäre. “Rückpfiff” und “stopp” bis zum Sichtbereich hat geklappt, ins Wasser schicken und rüber zur anderen Seite hat schon mit mehreren Korrekturen halbwegs geklappt, er bewegte sich auch am anderen Ufer mit “voran” weiter in Richtung des Dummies, 20 m vor der Fallstelle war er jedoch unsicher und stoppte, fing wieder zu schwimmen an, das war es auch der Dummy war versemmelt.

Aufgabe 5: Bei der fünften Aufgabe sollte mit einem 2er Team auf der linken Seite ein Blind aus einem Graben und auf der rechten Seite eine Markierung von jeweils einem Hund gearbeitet werden. Der rechte Hund holt das Blind, der linke die Markierung, Das besondere an der Aufgabe war, dass die Hunde vor einem Sichtschutz abgesetzt werden sollten und beide Hundeführer hinter einem Sichtschutz (bzw. Tarnzaun mit Löchern, so dass der Hund doch noch sein Führer eräugen konnte) gehen mussten. Es wird gewartet, ie Markierung fällt, kurz noch gewartet und dann gehen bei Hundefüher wieder zu den Hunden und der Rechte holt das Blind. Glück gehabt, dass Lago zuerst das Blind holen durfte, da er komplett nach hinten geschaut hat, was den der Hundeführer macht. Einweisung zum Blind war eine Vollkatastrophe, Stopppfiff mehrmals ignoriert, Suchenpfiff ignoriert, Einweisen ignoriert. Einfach miese Leistung. Nach einer Ewigkeit stolpert er vermutlich zufällig über den Dummy im Graben und bringt ihn. Nun endlich durfte der andere Hund die Markierung arbeiten: das ging flott! Seitenwechsel. Nun arbeitet zunächst der andere Hund das Blind und findet auch schnell und Lago kann zur Markierung schicken. Da er diesmal nicht nach hinten geschaut hat, sollte er eigentlich gut markiert haben. Auch wieder absolut lächerlich, was er abgeliefert hat, rennt zum Helfer, sucht an stellen die sehr weit weg von der Fallstelle sind und als noch 10 Meter von der Fallstelle 2 Golden Retriever “zuschauen” (dies fand ich einfach scheisse!), war es vorbei, nach ebenso ignorieren von sämtlichen (!) Einweiseversuchen (einmal war er an einer Stelle, wo es so aussah, als wenn er vor einem Dummy steht und diesen nicht aufnimmt!) erfolgte der Rückpfiff, Dummy nicht geholt.

Was soll man sagen? Im Training klappt es, bei einem Workingtest ist dann nicht mal mehr Anfängerniveau vorhanden. Und er war tatsächlich ruhig und entspannt über die gesamte Zeit. Lediglich bei der Teamaufgabe hätte es passieren können, das er laut wird, da er da leicht am Hochdrehen war. Je länger der Tag dauert, je mehr andere Hunde die Prüfungsgelände “kontaminiet” haben, desto geringer war seine Konzentration und man könnte meinen, seine Nase und sein Verstand funktionieren nicht mehr richtig. Vielleicht ist auch die Kombination von Dummies und Schleppwild verwirrend, dass die langweiligen Dummies ausgeblendet werden und er vielleicht sogar die (langweiligen) Dummies liegen lässt, um zunächst das interressantere Wild zu finden. Schade. Frustrierend ist es nicht, wenn man mit einem Hund startet, des es nicht drauf hat, sondern frustrierend ist es, wenn man mit einem Hund startet, der eigentlich richtig gut ist und dann komplett neben der Spur läuft und nicht ansatzweise das zeigt, was er alles kann.

Ergebnis: nicht bestanden

Workingtest Barculo
Workingtest Barculo

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert